Herzlich Willkommen im Forum der Deutschen Sarkom-Stiftung, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Was ist eine Transarterielle Embolisation (TAE)?

Was ist eine Transarterielle Embolisation (TAE)? 19 Sep 2022 08:41 #1124

Alle Daumen sind gedrückt!
Liebe Grüße
Odette

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Was ist eine Transarterielle Embolisation (TAE)? 17 Sep 2022 17:08 #1123

Kaum jemand hier im Forum wird die TAE kennen. Ich kannte sie bis Mai 2022 auch nicht. Damals wurde die erste und im August die zweite TAE bei mir an der Leber durchgeführt. Die dritte TAE steht in der nächsten Woche bevor.

Transatlantik-Flug als Flug über den Atlantik kennt wohl jeder.
Transarteriell heisst nun über die Arterie - zur Leber..

Von einer Embolie werden wohl fast alle gehört haben. Dabei verstopft meistens ein Blutpfropfen die Blutader. Das kann lebensgefährlich werden.
Bei der Embolisation (TAE) wird die Blutader zur Leber mutwillig mit kleinsten Kügelchen verstopft. Dazu wird über die Hüfte in die Ader ein dünner hohler Draht bis zur Leber geführt.
Da der Weg nicht gerade ist, muss der Draht vorsichtig geführt werden, um keine inneren Verletzungen zu verursachen..
Ist das Drahtende am Ziel (Lebermetastase) angekommen, werden die Kügelchen durch den Hohldraht geschickt. Beim zweiten Mal wurde bei mir noch ein Chemomittel nachgeschoben, um die Wirksamkeit der TAE zu vergrösseren.
Da bisher nur ein Stillstand, aber keine deutliche Verringerung der Lebermetastasen erreicht wurde, wird nächste Woche die dritte TAE durchgeführt.

Nur beim Setzen der Betäubungsspritze gibt es einen sehr kurzen stechenden Schmerz. Danach merkt man nichts mehr von dem Vorgang. Ich habe die ganze Zeit auf den Bildschirm des Radiologen geschaut, wo die Bilder zu sehen waren, um den Draht richtig zu führen. Eine geringe CT-Bestrahlung muss bei dieser Operation in Kauf genommen werden.

Damit der Arzt jederzeit auf den Draht sehen kann, ist das CT-Gerät nicht eine runde Röhre, sondern nur ein Dreiviertelring. Die Lücke ermöglicht den Blick auf die OP-Stelle. Die OP dauert ein bis zwei Stunden, manchmal auch etwas länger.

Wer mehr oder genauer informiert werden möchte, kann bei Wikipedia nachlesen oder auch mich fragen - aber erst, wenn ich wieder aus dem Krankenhaus heraus bin. Der Aufenthalt inkl. OP-Tag dauert meist drei Tage. Die Überwachung ist notwendig, da bei hohem Blutdruck die OP-Wunde aufplatzen könnte und das Blut nur so heraussprudeln würde. Vor zehn Jahren wurde mir zur Sicherheit noch ein großer Stein auf das Pflaster gelegt und ich musste sechs Stunden ruhig liegen. Aktuell gibt es so gute Pflaster, die keine weitere Beschwerung benötigen und auch nur etwa 5 bis 6 cm lang sind. Aber sie haften extrem gut auf der Haut.. Nur am OP-Tag sollte ich noch nicht groß herumtoben.

Die TAE ist übrigens die Vorstufe zur Radio-Frequenz-Ablation (RFA), bei der eine Nadel an die gewünsche Stelle geführt wird und die Nadelspitze dann auf 60-70 Grad erhitzt wird. Damit kann man menschliche Zellen zerstören. Ziel sind natürlich bösartige Krebszellen. Oftmals ein erfolgreiches Vorgehen, aber wenig sinnvoll, wenn es hunderte weitere Metastasen gibt.
Mein Partner der GIST. Wenn er gewinnt, hat er verloren.

GIST am Dünndarm, Exon 11, DEL Codon 558, seit 2001 | Glivec 12 Jahre ab 2005 | Sutent 2 Jahre | Avapritinib 1,5 Jahre | Regorafinib seit 8/2020
4 Bauchoperationen 2002 | 2005 | 2013 | 2017 zusätzl. Gallenblase | Mai 2022 TAE | Juli TAE

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Seite:
  • 1
Ladezeit der Seite: 0.168 Sekunden